Vorsicht beim Linkaufbau durch Linkkauf

Geschrieben am 27. November 2013

Julian von SEOKRATIE hat mich dazu inspiriert, selbst einen Artikel zum Thema Linkaufbau durch Linkkauf zu verfassen. Um Linkaufbau zu betreiben gibt es die verschiedensten Möglichkeiten wie beispielsweise Foren, Blogs, Artikelverzeichnisse, Kommentare, Presseportale uvm.. Julians Artikel trägt die Überschrift Linkkauf ist kein Linkbuilding was in meinen Augen entweder schön provokant war um andere SEOs zum kommentieren anzuregen (bei mir hats ja funktioniert) oder aber er meint es tatsächlich zu 100% ernst. Ich denke, man sollte hier noch irgendwo unterscheiden und nicht so stark verallgemeinern.
Deshalb hier mein Statement: „Vorsicht beim Linkaufbau durch Linkkauf“.

Erst mal kurz zum Verständnis | Linkkauf = neuer (Gast-)Artikel in einem Blog:

Wenn ich von Linkkauf spreche, dann spreche ich nur von Links innerhalb eines neu erstellten Blogartikels und nicht von Links in einem Footer, in der Sidebar oder von Artikeln in irgendwelchen Presseportalen.

Wie machen andere SEO-Agenturen Linkaufbau?

Viele kleine und große SEO-Agenturen/OM-Agenturen in Deutschland betreiben nicht nur Content Marketing um hochwertige Links aufzubauen, sondern sie kaufen auch Links. In diesen Agenturen sitzen teilweise gute SEOs (nicht überall), die wissen wo sie einen Link kaufen und von welchen Blogs sie besser die Finger lassen sollten. Einige Tools wie Sistrix, Searchmetrics, Xovi (und wie sie sonst noch alle heißen) sind glücklicherweise bei der Auswahl sehr hilfreich. Oft genügt aber schon das geschulte Auge, der gesunde Menschenverstand oder das Bauchgefühl um richtig zu wählen. Wer sich mit Linkaufbau einige Zeit beschäftigt, der weiß welcher Link einem etwas bringt und der versteht auch, dass Linkschleuder-Projekte eine tickende Zeitbombe sind.

Aber, Vorsicht beim Linkkauf:

Und jetzt kommt der Punkt, bei dem ich Julian etwas wiedersprechen muss. Einfach zu sagen, dass Linkaufbau kein Linkbuilding ist, finde ich nicht ganz richtig. Ich würde den Artikel eher nennen: Linkkauf ist mit Vorsicht zu genießen! Wenn man einen Gastartikel kostenpflichtig auf einem Blog veröffentlicht, dann MUSS es ein sauberer Blog sein. Ich bekomme 98% Blogs angeboten, die ich einfach nicht sauber finde. Wenn in den ersten 3 Artikeln schon jeweils ein Link nach draußen eingebaut ist, dann ist das für mich schon ein NoGo! Werde ich überflutet mit Werbebannern und Adsense, auch schon ein NoGo und wenn dann am besten noch auf einem Blick klar ist, dass hier die Artikel schon recht wenig mit dem eigentlichen Thema der Seite zu tun haben oder aber die die Artikel alle nur 300 Wörter lang sind (weil jemand mal gesagt hat, dass Texte 300 Wörter lang sein sollen) dann ist ein solcher Blog für mich ebenso ein unsauberer Blog, von dem ich keinen Link möchte. Auch nicht umsonst!

Wo und wie kann es sich lohnen

Wenn man auf einen Blog kommt, hinter dem ein echtes Projekt steckt, mit hochwertigen und informativ geschriebenen Artikeln und dann der Webmaster auch noch Herzblut an diesem Projekt zeigt, so würde ich auch eine Aufwandsentschädigung zahlen, sofern er meine Themenrelevanz betrifft. Es gibt auch Blogs, die nicht auf jede Seite verlinken möchten und nur auf ein gutes Projekt/Produkt/Dienstleistung verlinken werden. Aber genau diese Blogs muss man finden. Blogger die nicht an das Geld denken, sondern in erster Linie an ihre Leser! Leider wird es hier immer schwieriger solche echten Blogs zu finden und dann ist es natürlich auch besser nicht immer eine 0815-Email zu schreiben. Warum nimmt man sich nicht einmal die Zeit und macht es auf die altmodische Art per Telefon? Wenn man freundlich dort anruft und ein wenig auf die Webmaster (besser nennt man sie Blogger) eingeht, dann bekommt man auch eher einen Link wie mit einer Email. Nimmt man sich ein paar Minuten mehr, dann könnte man ja auch mal den Blogger etwas googlen und seine Vorlieben herausfinden. Evtl. könnte so zum Beispiel ein Blogger zum Thema Kochen sich über ein neues Rührgerät von Bosch freuen :-). Kreativ sein lohnt sich und ich selbst kann aus Erfahrung sprechen, dass Webmaster, oder nennen wir sie mal Seitenbetreiber, sich auch eher über ein Telefonat freuen würden als über eine Email. Wenn man dann diesen noch vom Produkt oder der Dienstleistung überzeugt, auf die verlinkt werden soll, dann ist der wirklich gute Link nicht mehr fern.

Mein Fazit:

Nicht alles nehmen was im Index so umher schwirrt, aber wenn eine hochwertige, echte Seite mit Mehrwert in Sicht ist, Telefon in die Hand nehmen und ein Rührgerät anbieten :-)! Selbst mit den Anrufbeantworter kann man sprechen und ab und zu ruft auch mal jemand zurück. Je schwieriger ein Link zu bekommen ist, desto besser ist er auch. Ich gebe Julian schon recht, trotzdem finde ich nicht, dass man das verallgemeinern darf und dass es auch noch gute Projekte von Bloggern gibt, die ihren Blog nicht als finanzielle Geldquelle sehen, sondern einfach gerne bloggen und nicht jeden Schund auf ihre Website dulden.
Zudem sollte man auch die Projektgrößen sehen. Macht man Linkaufbau für ein sehr großes Unternehmen, dann lohnt sich definitiv Content Marketing aber für kleine Unternehmen können bereits zwei, drei Links Wunder wirken.

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2 Gedanken zu „Vorsicht beim Linkaufbau durch Linkkauf

  1. SEOCouch - Heiko

    Grundsätzlich stimme ich Dir zu Daniel, außer bei folgendem:

    „Wenn in den ersten 3 Artikeln schon jeweils ein Link nach draußen eingebaut ist, dann ist das für mich schon ein NoGo! “

    Für mich als Blogger, der seit mehr als 10 Jahren mit verschiedenen Blogs online ist, gehören auch externe Empfehlungen für meine Leser dazu. Insbesondere dann, wenn ich der Meinung bin das dieser Link den Lesern einen Mehrwert bietet und da der Großteil meiner Inhalte Artikel mit 750 und mehr Wörtern enthält, sind hier durchaus mal Empfehlungen in Form von Verlinkungen dabei, die nicht nur interner Natur sind. Wenn ich es jetzt nur rein mit der „SEO-Brille“ sehen würde, könnte man sagen ok, lass die Links doch lieber weg. Als Blogger (Webseitenbetreiber,…) dem seine Leser am Herzen liegen, bin ich mir nicht zu schade meine Leser auch mal woanders hinzuführen.

    Fazit: Ist die Quelle einer möglichen Verlinkung hochwertig und das trotz externer Verlinkungen, die sich natürlich in Grenzen halten, hätte ich nichts gegen einen themenrelevanten Backlink von dort.

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